Alltagstaugliche Weltretterinitiativen 3 – Iss mehr Kegelrobben, Eisbären und Pandas

In „Ein guter Tag hat 100 Punkte … und andere alltagstaugliche Ideen für eine bessere Welt“ von Thomas Weber wimmelt es nur von Initiativen, die die Thematik (und Problematik) Konsum von tierischen Lebensmitteln aufgreifen. Für mich als langjähriger Vegetarier (mit Ausnahme eines Fischrückfalls Weihnachten 2014) war besonders spannend, dass es nicht nur hieß „Vegetarier sind die besseren Menschen, weil…“ oder „Vegetarier spinnen doch alle, weil…“, sondern verhältnismäßig ausgewogen einige Vor- und Nachteile des Konsums tierischer Produkte beleuchtet wurden. Ich habe mir vorgenommen dem Thema Vegetarismus/Veganismus demnächst einen Extra Artikel zu widmen. Deswegen werde ich mich an dieser Stelle zurückhalten und stattdessen nur eine der Ideen herausgreifen. Außerdem gibt es heute, wie in Teil 1 schon angekündigt, ein kleines Gesamtfazit zu dem Buch.

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Alltagstaugliche Weltretterinitiativen 2 – Einen Kaffee für mich – einen für wen anders

Nachdem ich euch ja bereits von dem Buch „Ein guter Tag hat 100 Punkte … und andere alltagstaugliche Ideen für eine bessere Welt“ von Thomas Weber berichtet habe und meine erste Lieblingsinitiative vorgestellt habe, folgt nun also Teil 2.

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Alltagstaugliche Weltretterinitiativen 1: Wie viele Punkte hat Dein Tag?

Simply Another Green Blog ist aus dem Winterschlaf erwacht. Im Gegensatz zu Bienen war ich den Winter über nicht untätig (den Vergleich gibt’s nur wegen des Verweises auf meinen ersten Artikel). Zwar wurden keine Artikel geschrieben oder Recherche betrieben, dafür bin ich aber umgezogen in meine erste Wohnung, die ich ganz für mich alleine habe, habe einen neuen, verdammt kuhlen Job angefangen und mich im Fitnessstudio angemeldet. Tut aber eigentlich auch nichts zur Sache, denn hier geht es ja schließlich nicht um mich, sondern um nichts geringeres, als die Welt zu retten – oder zumindest weniger auszubeuten – oder zumindest darüber nachzudenken, ob wir sie wirklich ausbeuten sollten.

Genau diesem Thema widmet sich auch das Buch „Ein guter Tag hat 100 Punkte … und andere alltagstaugliche Ideen für eine bessere Welt“ von Thomas Weber. Der Autor, Journalist, Herausgeber von Magazinen und Mitbegründer einer Werbeagentur stellt in seinem Werk 30 Ideen und Initiativen vor, die, so der Klappentext, die Welt bereichern können. Dabei geht es nicht um Ideen à la „Wir kaufen uns einen Bauernhof und leben fortan gänzlich autark“ oder „Wir ketten uns an einen Baum und retten die Wale“, sondern um alltagstaugliche Konzepte, die jede*r nachahmen kann.

Meine drei Lieblingsinitiativen dieses Buches möchte ich Euch vorstellen. Anschließend gibt’s dann noch ein kurzes Fazit und Erklärung dafür, weshalb das Buch eben nicht die Welt retten kann, obwohl es durchaus viele klasse Ideen und Initiativen aufgreift.

Für heute gibt es erst einmal Lieblingsinitiative Nummer 1.

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32 Sklaven arbeiten für mich?!

Seit Jahrzehnten gilt die Sklaverei weltweit als abgeschafft und trotzdem scheint das Geschäft mit der Ware Mensch zu blühen. Inzwischen leben 21 Millionen Menschen als Sklaven. 26% davon sind Kinder. Das geschieht alles weit weg in Afrika? Nicht wirklich, denn 1,5 Millionen Europäer und Nordamerikaner leben unter sklavenähnlichen Verhältnissen.  Darüber hinaus trägt (wie so oft) das Konsumverhalten der westlichen Bevölkerung erheblich dazu bei, dass andere unter unwürdigen Bedingungen leben und arbeiten müssen. In meinem Fall müssen 32 Sklaven für mich arbeiten, um meine Konsumbedürfnisse zu befriedigen. Das ergab der Slavery Footprint-Test von Made In a Free World.

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Wasser wird eher ausgehen als Öl – also lasst uns noch schnell Profit daraus schlagen!

Dass hunderte Millionen von Menschen (genau genommen 768 Millionen*) kei­nen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben, ist nichts Neues. Dass gewisse Konzerne von dieser Wasserknappheit profitieren und sogar einen nicht unerheblichen Beitrag dazu geleistet haben, ist auch nicht unbekannt. Und dennoch gibt es immer wieder Wellen, Wasser** privatisieren zu wollen. Ist das nicht total widersprüchlich Wasser privatisieren zu wollen, damit alle Menschen Zugang dazu haben? „Ja, das macht überhaupt keinen Sinn“ sagt der vernünftige Menschenverstand. „Nein, lasst uns Wasser künstlich verknappen, um den Menschen zu helfen“ sagen die Wasserkonzerne.

Pünktlich zur Weltwasserwoche, die derzeit in Stockholm stattfindet, hier mein Beitrag zum Thema Wasser.

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Fliegt mehr! Rettet die Umwelt! – Klimapolitik ad absurdum geführt

Klingt absurd und ist es irgendwie auch: Wenn man vor der Wahl steht, ob man mit dem Bus von Hamburg nach München fahren sollte oder doch den Flieger nimmt, ist es aus Klimasicht besser zu fliegen.

Warum das so ist, liegt an dem mangelhaft konzipierten Europäischen Emissionshandelssystem. Das deckelt nämlich (indirekt) den maximalen CO2-Ausstoß des Flugverkehrs, aber nicht des Landverkehrs und sorgt somit dafür, dass scheinbar umweltbewusste Konsumentscheidungen tatsächlich gar nicht so umweltfreundlich sind.

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Wasserfonds – Nachhaltiges Investment oder pure Spekulation?

Sein Geld gewinnbringend anlegen und dabei auch noch was Gutes tun? Klingt nach einem klasse Konzept, doch spätestens seit dem Fall Prokon*, stoßen solche Anlagemöglichkeiten vermehrt auf Skepsis.

Und dennoch geraten sogenannte Wasserfonds zunehmend ins Blickfeld von Investoren. Der Bedarf an Wasser steigt kontinuierlich – sein Geld in Wasser zu investieren erscheint daher für viele Anleger gewinnbringend zu sein. Zumal das doch ein nachhaltiges Investment zu sein scheint – schließlich unterstützt man damit immerhin beispielsweise effiziente Wassertechnologien und den Zugang zu sauberen Trinkwasser, oder nicht?

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Lieber Herr Niebel…

Ich finde es klasse, dass Sie so flexibel und engagiert sind. Bloß, weil Sie ein paar Jahre als Entwicklungsminister gearbeitet haben, schließt das ja noch lange nicht aus, dass Sie demnächst als Rüstungslobbyist arbeiten können. Ganz im Gegenteil! Sie sind doch quasi prädestiniert für den Job. Ich verstehe auch die ganze Aufregung nicht.

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Das Transatlantische Freihandelsabkommen – Ist denn wirklich alles schlecht daran?

In sämtlichen Medien wird derzeit über das Transatlantische Freihandelsabkommen berichtet und selbst bei geselligen Fußballguck-und-Biertrink-Runden kann man dem Thema kaum entgehen. Meist wird jedoch nur sehr einseitig darüber berichtet und geurteilt – Genmais würde unseren Markt bald überfluten – unglückliche Hühnchen vollgepumpt mit Chlor würden auf unseren Tellern liegen – ja, die Zeit schrieb sogar, dass das Abkommen eine „fast diktatorische Beschränkung demokratischer Selbstbestimmung“ sei. Aber ist denn wirklich alles so schlecht daran? Immerhin muss es ja den einen oder anderen Grund geben, warum das Abkommen überhaupt abgeschlossen werden soll. Oder dreht sich doch nur wieder alles ums liebe Geld.

Der Versuch sich möglichst sachlich mit dem Thema auseinander zu setzen:
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Genmais und Co. – wie nachhaltig ist Genfood?

Heute mal ohne lange Vorrede…

Was ist eigentlich Genfood?

Unter Genfood werden jene Lebensmittel zusammen gefasst, die ganz oder teilweise aus genetisch veränderten Pflanzen bestehen. Letzteres sind Organismen, deren Erbgut absichtlich verändert wurde, indem Gene eingeschleust wurden, die in der Natur so nicht in den Pflanzen vorkommen. Die eingeschleusten Gene können zum einen künstlich veränderte Gene der gleichen Spezies sein, aber auch Gene anderer Spezies. In erster Linie werden Soja, Mais, Raps und Baumwolle genetisch modifiziert. Die ersten drei Pflanzen werden häufig zur Futtermittelherstellung verwendet. Die Lebensmittel, die aus den Tieren bzw. deren Produkten etwa Eier oder Milch, hergestellt werden, können daher auch als Genfood bezeichnet werden.
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